| Davor:1994
- 1995
Nach den Nationalratswahlen 1995, aus denen nach der Regierungsbildung ein Ressort für Wissenschaft, Kunst und Verkehr hervorging (Leitung: Bundesminister Dr. Caspar Einem), erfolgte wegen des Erfordernisses, die Staatsausgaben dem Maastricht-Kriterium entsprechend zu reduzieren, ein Einfrieren der bisherigen Bemühungen um einen Betritt. Dennoch führten die Institute in Graz und Innsbruck jene Strukturmassnahmen durch, die seinerzeit von Minister Busek als Bedingung für den ESO-Beitritt aufgestellt wurden: an der Universität Graz wurde das Institut für Astronomie mit jenem für Meteorologie und Geophysik fusioniert und ein eigenständiges Studium Astronomie zugunsten eines Schwerpunktes im Rahmen des physikalischen Diplomstudiums aufgegeben; hinsichtlich des Studiums erfolgte dieselbe Lösung an der Universität Innsbruck, das Institut für Astronomie wurde in ein Institut für Astrophysik umgewandelt. Somit gibt es ein Vollstudium Astronomie in Österreich nur mehr an einem Standort, der Universität Wien, in völliger Entsprechung der Forderung des Wissenschaftsministeriums, wobei damit eine als zentral bezeichnete Bedingung für den Beitritt zu ESO erfüllt wurde. Aus diesem Grund wurde mit Beginn des Jahres 1999 dieser Beitritt von Seiten der österreichischen Astronomie mit Nachdruck gefordert. Unterstützung fand dies durch die parlamentarische Anfrage Nr 555/J-NR/1999 des Abgeordneten Dr. Kurzmann und Kollegen nach dem Stand des österreichischen ESO-Beitritts. Sowohl die grundsätzlich positive Beantwortung dieser Anfrage durch Bundesminister Dr. Einem als auch der Wechsel an der Spitze von ESO (neue Generaldirektorin Prof. Catherine Cesarsky) resultierten in einer Verstärkung der österreichischen Bemühungen von Seiten der Astronomie, den Beitritt zu ESO voranzutreiben. Aktuelll: 2000 - 2003 |